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Es könnte schlimmer kommen



Gestern hatte ich eine Diskussion mit meiner Tochter über „Ausgehen“ und „Freunde Treffen“. Ja, es ist schwer für die Kids, aber ich konnte sie mit einer einzigen Frage zum Nachdenken bringen: Was wäre, wenn nächstes Jahr der ganze Spuk vorbei ist, aber leider ein Teil der Freunde und Schulkameraden, ein paar Familienmitglieder und Nachbarn fehlen würden?

Sie halten das für übertrieben? Im Jahre 1918 gab es eine europaweite Grippe-Epidemie, die wahrscheinlich aus Amerika eingeschleppte, spanische Grippe. Die erste Welle, im Frühjahr, beunruhigte noch nicht, da es nicht mehr Tote als bei normalen Grippe-Epidemien gab. Im Sommer legte der Virus eine Pause ein um im Herbst 1918 erneut und sehr viel heftiger zuzuschlagen. Die dritte Welle, im Frühjahr 1919 übertraf alles je dagewesene, denn im Sommer 1919 beklagte Europa 50 Millionen Tote (50.000.000), das waren 6% der Bevölkerung und somit war fast jede Familie betroffen.

Damals gab es weder Für- noch Vorsorge vom Staat. Die Menschen waren dem Virus hilflos ausgeliefert. Ich bin kein Virologe und kann nichts über die Beschaffenheit des aktuellen Virus sagen, aber wenn die Regierungen dieser Welt so reagieren wie sie reagieren, dann wird das einen Grund haben. Es ist die erste weltumspannende Krise der Menschheit. Alle Menschen dieser Welt sind gleich betroffen, unabhängig von ihrer Nationalität, ihrer Herkunft und ihres Einkommens.

Vielleicht ist es Zeit dieser Krise ein paar positive Aspekte abzugewinnen. Zu aller erst, wir sitzen in Deutschland fast alle in warmen Wohnungen, ausgestattet mit genügend Lebensmitteln und natürlich Klopapier. Es fallen weder Bomben, noch müssen wir uns in unseren eigenen vier Wänden vor etwas fürchten. Wir können die Zeit für all die Dinge nutzen, die wir schon lange machen wollten und bisher nie dazu kamen. Vielleicht bemerken wir auch, dass es neben dem Konsum von Waren und Events aller Art, noch andere Dinge gibt, mit denen wir uns etwas Gutes tun können.

Und nicht zuletzt die Umwelt wird uns diese kleine Verschnaufpause danken. Ich bin sehr gespannt wie sich der sehr stark verringerte CO2 Ausstoß auswirken wird.

Ich möchte an alle Mitmenschen appellieren so weit es geht zu Hause zu bleiben. Je weniger direkten Kontakt wir pflegen werden, desto schneller ist der Spuk vorbei und zum Glück sind wir heute alle virtuell bestens vernetzt und können weiterhin mit allen die uns wichtig sind in Kontakt bleiben.

Ich wünsche Ihnen allen eine friedliche und Virenfreie Zeit.


PS.: Heute sagte der Präsident des Robert Koch Institutes, ohne die drastischen Massnahmen, haben wir sehr schnell 10 Millionen Infizierte. Die ganze Pressekonferenz finden sie hier.

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