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Die Wechseljahre

Es gibt sie, die Frauen, die Wechseljahres-Beschwerden nicht kennen, das sind ungefähr 20% von uns. Manche verspüren nur geringe und seltene Beschwerden, wie ab und an eine Hitzewallung und am Ende der Scala leiden manche Frauen derart an Depressionen, dass sie an Selbstmord denken. 

Der Großteil der Frauen bewegt sich irgendwo dazwischen und kommt mehr oder weniger gut damit zurecht.

Vor 150 Jahren waren die Wechseljahre noch kein Thema. Die meisten Frauen wurden schlicht nicht alt genug um sie zu erleben und die die sie erlebten, sprachen nicht darüber und schoben die Beschwerden dem Alter zu.

Heute haben wir, zum Glück, die Möglichkeit sehr alten werden zu können, müssen uns daher aber auch mit dem Thema Wechseljahre beschäftigen. Übrigens, nicht nur wir Frauen. Auch Männer haben so ihre Probleme. Andere Probleme. Das sind jetzt aber mal nicht unsere Probleme.

Unser Körper stellt sich um. Von einem Produktionsbetrieb in einen Erhaltungsbetrieb. Positiv betrachtet, ist das Leben nach der Menopause, der Bonus für unsere Erbrachten Leistungen. Dafür, dass wir Jahrzehnte lang zur Reproduktion zur Verfügung standen, unabhängig davon ob wir diese Option wahrgenommen haben oder nicht. Unser Körper erledigte Monat für Monat seine Pflicht, Produzierte Zyklus um Zyklus und raubte uns damit nicht selten den letzten Nerv. Nun haben wir unsere Pflicht erfüllt und es folgt die Kür. 

Das heißt konkret, nach der Umstellung unseres Körpers vom aktiven zum passiven Reproduktionsinstrument der Natur, sind wir frei. Die lästigen Monatsblutungen sind wir los. Ich vermisse sie keine Sekunde lang. Wir können umtriebig unseren Trieben folgen, ohne Folgen befürchten zu müssen. Wir wissen wer wir sind, und was können und müssen niemandem mehr etwas beweisen. 

Für viele Frauen kommen vor dieser wunderbaren Freiheit zunächst die lästigen Beschwerden in den Wechseljahren, die es zu überwinden gilt. Leider lassen sie sich nicht wegzaubern. Körperlich kann man sie mit Hormonpräparaten einfangen und mildern, zusätzlich zu gesunder Ernährung, ausrechend Schlaf und so weiter. 

Aber was ist mit der Seele? Die hat erstmal aus Unwissenheit Angst. Stellen Sie sich vor, Sie hätten undefinierbare Schmerzen im Knie. Natürlich machen Sie sich Sorgen und je nach Veranlagung wird Ihnen Angst und Bange bei dem Gedanken, was alles mit Ihrem Knie nicht in Ordnung sein könnte. Der Arzt kann Sie jedoch beruhigen. Es ist nichts Ernstes. Ihr Knie braucht Ruhe und eine bestimmte Behandlung. Nach eine Weile wird alles wieder in Ordnung sein. 

So ist es auch in den meisten Fällen mit den Wechseljahres-Beschwerden. Man spürt verschiedenste Veränderungen die einem nicht angenehm sind und macht sich Sorgen, weil man nicht weiß wo sie herkommen. Bei mir war es ein starkes Herzklopfen, was immer abends im Bett einsetzte. Ich bekam Panik und dachte das Herz springt mir aus der Brust. Ich habe einen Herzfehler, bekomme wohlmöglich einen Herzinfarkt. Natürlich ging ich zum Arzt. Es war alles in Ordnung. Dieses Herzklopfen ist eine typische Wechseljahres-Beschwerde. Seitdem ich das weiß, denke ich abends: So, jetzt zwei Minuten Herzklopfen, dann kann ich schlafen. Irgendwann hört dieser Blödsinn auf, genau wie die Hitzewallung, die sich dem Herzklopfen regelmäßig anschließt. Nach spätestens drei Minuten ist der lästige Spuk vorbei und irgendwann wird es auch wieder ganz aufhören. Sobald man also weiß, was mit einem los ist, ist es halb so schlimm. 

Gespräche über die neuen Befindlichkeiten und die seelischen Veränderungen die mit dem Wechsel in einen neuen Lebensabschnitt einher gehen, helfen ungemein. Sich und seinen Körper besser zu verstehen, ist schon die halbe Miete und macht so manche Einnahme von Medikamenten überflüssig. 

Was wir in den Wechseljahren brauchen ist "Gutes". Gutes Essen. Gute Freunde.Gute Pflege in Form von Wellness, Massagen, Friseur- und Kosmetikerinnenbesuchen. Wohlwollen uns selber gegenüber und gute Gespräche. Gönnen Sie sich ein gutes Gespräch. Vielleicht mit mir. Denn ich bin Ihnen gegenüber: neutral, ehrlich, wohlwollend, motivierend, humorvoll und herzlich. Und es gibt kein Problem und keine Frage, die Sie mir nicht stellen könnten.